3 Journeys: Denken Fühlen Wollen
24. August 2025
#concert experience design

Platons Ideen neu erlebt beim Beethovenfest!
Platon beschreibt den Menschen als ein Wesen, das aus Denken, Fühlen und Wollen (Handeln) besteht.
Denken, was wahr ist; fühlen, was schön ist; wollen, was gut ist.
so lautet eines seiner berühmtesten Zitate, das bis heute nichts an Strahlkraft verloren hat. Es zeigt, dass die Suche nach Wahrheit, Schönheit und dem Guten mehr ist als bloße Philosophie: Sie ist ein Weg, die eigene innere Welt mit der äußeren Realität in Einklang zu bringen.
In diesem platonischen Geiste möchten wir am Beethovenfest am 18. September 2025 das erste Konzert des Schostakowitsch-Zyklus des Jerusalem Quartetts für das Publikum auf neue Weise erlebbar machen. Gemeinsam mit dem Musikvermittlungsteam des Beethovenfests laden wir ein, das Konzert „durch die Schablone” dieser drei platonischen Seelenkräfte wahrzunehmen.
Jede und jeder kann dabei wählen: Soll das Erlebnis stärker auf das Denken, das Fühlen oder das Wollen ausgerichtet sein? So wird der Konzertabend nicht nur zum Hören, sondern zu einer persönlichen Reise durch die Musik.
1. Denken – mit der Wolfgang App und musikwissenschaftlichen Impulsen
Wer den Weg des Denkens wählt, strebt nach Erkenntnis. Mit der Wolfgang App wird das Hörerlebnis interaktiv begleitet. Im Dialog mit dem Musikwissenschaftler Benedikt von Bernstorff haben wir dafür Texte entwickelt, die Hintergründe zu den Schostakowitsch-Quartetten eröffnen – präzise genug für Kenner, aber ebenso zugänglich für neugierige Konzertneulinge. Hier entsteht ein „denkender Mehrwert“, der das Verstehen und Einordnen der Musik vertieft.
2. Fühlen – das Konzert und die Stille
Musik ist immer auch Sprache des Herzens. Die Fühlen-Journey beginnt bereits 45 Minuten vor Konzertbeginn: Mit schalldämpfenden Kopfhörern tauchen die Teilnehmenden in Stille ein und erleben Achtsamkeitsübungen, die Ohren und Herz für den Abend öffnen. Auch in der Pause sowie im Nachklang können die Gäste schweigend in weiteren Achtsamkeitsmomenten eine bewusste Ergänzung zur Intensität der Schostakowitschs Quartette erleben.
3. Wollen – Dialog im Anschluss
Platon verstand das Wollen als Antrieb zum Handeln. Diese Journey orientiert sich neu an Schostakowitschs Praxis, seine Quartette Menschen und Anlässen zu widmen. Die Teilnehmenden der Wollen-Journey formulieren schriftlich ihre Reflexionen zur Frage: „Und was widmest Du in Deinem Leben wem und warum?“ – so werden die Handlungsimpulse für alle sichtbar - nach dem Konzert werden die Impulse mit Intendant Steven Walter reflektiert.