Resonanz

Uns erreichen nach den 1:1 CONCERTS viele bewegende Rückmeldungen, die wir hier gern mit Euch teilen. Schickst uns gern euer Feedback an feedback@1to1concerts.de – wir leiten das immer gern an die jeweils beteiligten Akteur*innen weiter!

Hörer*innen

C.Z., 1:1 in der Galerie Morat, Berlin-Mitte, Juni 2020
“Ein großartiges Erlebnis, kurz und sehr intensiv, wohl auch weil ohne Worte, die Musik trifft dich mit voller Wucht, man ist sich ja auch viel näher als normalerweise in einem Konzert. Diana Tishchenko hat einen wundervollen Ton und Ausdruck und mir mit Bach eine sehr große Freude gemacht.Dieses kleine Konzert war ein bisschen wie eine edle Praline, eine ganz besondere Köstlichkeit.”

A.C.,  Galerie Valentien, Stuttgart, Mai 2020
„An die Kunst
Aug in Aug
Im echten Raum
Ganz feierlich erzählt mein Blick Dir Tausend Worte
Laut und schmerzend, zart zugleich.
Du siehst und hörst, bist mir verbunden Bis alles still und offen wird
Ein erster Laut durchbricht den Raum Lässt meine Haut vibriere
Durchdringt das Fleisch
Bis auf die Knochen
Herz und Lunge atmen laut.
Wie Wasserfälle fluten diese Töne alle Innenräume
die der Mangel ausgetrocknet. Öffnet der Seele Tür und Tor Lässt Luft herein
Was ist das für ein Raum, den wir betreten Wenn wir hören, sehen, staunen dürfen? Lebensraum! ich brauche Dich
Es lebt Dein Wort, Dein Laut in mir
Für immer
Atmet, spricht und denkt.
Der Ton verhallt
Das Staunen bleibt
Oh Wunder Du
Was wär ich ohne Dich, Die Kunst.“

J.C in der Sankt Augustin Kirche, Berlin-Prenzlauer Berg, Mai 2020
“Heute Nachmittag hatte ich diesen wunderbaren, zauberhaften Moment in der Kirche und bin sehr dankbar dafür. Es hat mich sehr berührt: die Stimmung, die Musik und auch, dass nur für mich gespielt worden ist. Als Gitarristin seit über 20 Jahren war es der erste Moment, in dem mal mir dieses Geschenk gemacht worden ist”.

H.S. in der Praxis Julia Bergmann, Berlin-Kreuzberg, Juni 2020
“Heute (nach dem Konzert) habe ich den Eindruck, dass das nach dem langen Blickkontakt von der (in meinem Falle) Violinistin gewählte Musikstück genau passte —> zu mir. Die körperlichen Dimensionen (Bewegungen, ‚Mitgehen‘ mit der Musik) hatten eine viel größere Bedeutung, als wenn man Teil eines Publikums oder (der Musiker) Teil eines Orchesters ist, obwohl diese Dimensionen dort, im ’normalen‘ Konzert, ebenso gegeben sind. Insofern war das 1to1-Konzert vielmehr als Musik Anhören in einer besonderen Situation. Noch etwas: Die Gastgeberin war Julia Bergmann, Hypno-Therapeutin, die überwiegend mit Schwangeren arbeitet. Wann hätte ich JEMALS ihre Praxis besucht (besuchen können) als durch dieses Kurz-Konzert? Das ergänzte den Termin für mich mit einem humorvollen Aspekt. Vielen Dank für die Initiative zu und die Realisierung dieses Konzepts.

H.v.W., in den YUKA Studios, Berlin-Neukölln, Mai 2020
„Jochen Hoffmann hat CPE Bach, Debussy und Marais gespielt, und ich muss sagen, ich bin noch immer ganz erfüllt von diesem Erlebnis. Es war alles wunderbar: Angefangen von der netten Begrüßung durch Frau Mathern und das Glas Wasser, das ich nach gut einstündiger Radtour von Charlottenburg dringend brauchte, über das Set-up des Raums bis hin zu der unglaublich intensiven und berührenden Erfahrung, einem Menschen aus Fleisch und Blut gegenüber zu sitzen, ihm eine Minute lang in die Augen zu schauen und dann seine Musik zu hören und ihn über die kurze Distanz zu sehen und zu spüren. Es ist mir noch einmal schmerzhaft klar geworden, wie wenig die online-Surrogate, so gut gemacht und gemeint sie auch sein mögen, nicht die Begegnung von Mensch zu Mensch ersetzen können.  Ihnen allen danke ich von ganzem Herzen, dass Sie diese Konzerte organisieren, und ich möchte Sie mit dieser Mail ermutigen, damit fortzufahren. Ich habe eine schwache Ahnung, wieviel Arbeit und persönliches Engagement in der Organisation stecken, und daher sollen Sie erfahren, wie positiv und, um vor einem etwas pathetischen Wort nicht zurückzuschrecken, wie heilsam sich diese Arbeit niederschlägt.

Musiker*innen


Heather Cottrell, Violine (Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks)
„Es war eine großartige Erfahrung für mich und erinnerte mich wirklich an den Aspekt des Gebens, den ich bei Auftritten allzu oft vergesse, wenn ich mich darum bemühe, meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden! Vielen Dank für die Gelegenheit, diese Aspekte wieder zu entdecken.“

Laura Ruiz Ferreres, Klarinette (HfMDK Frankfurt)
„Wir müssen sehr offen sein in dieser Situation, und den Hörer wirklich wahrnehmen. Es war sehr besonders für mich, für meine Hörer ein Stück auszuwählen, das ich ihm wirklich widmen wollte. Es fordert nicht nur musikalisch, sondern auch auf einer menschlichen oder seelischen Ebene. Ich habe diese Konzerte geliebt!“

Felix Winker, Horn (Staatstheater Augsburg)
„Ich habe die Verantwortung für die Qualität der Begegnung sehr stark wahrgenommen – wir Musiker setzen ja durch unsere innere Ruhe und Sicherheit die Atmosphäre für den Hörer. Dabei haben mir die fast ritualisierten Abläufe geholfen. Es war ein wirklich starkes Erlebnis.“

Anna Schors, Mezzosopran, (Berlin)
„Es war für mich eine sehr beglückende und bewegende Erfahrung, in einem so intimen Rahmen Musik machen zu dürfen. Dadurch, dass bei unbegleitetem Gesang wirklich nichts, noch nicht mal ein Instrument oder Notenständer, zwischen Musiker und Zuhörer steht, erleben beide den Moment glaube ich wirklich sehr intensiv und unmittelbar (so zumindest waren die schriftlichen Rückmeldungen, die ich bekommen habe). Auch die Worte dessen, was man singt, bekommen ein viel stärkeres Gewicht. Eine wunderbare Sache war der magische Kreis aus Kerzen, den Pater Max aufgebaut hat- man fühlt sich darin sehr sicher und aufgehoben. (…) Es war für mich eine tolle Erfahrung, zu spüren, welche Lieder spontan aus mir “rauswollen”, wenn mir ein bestimmter Mensch gegenüber sitzt.“

Stephanie Winker, Flöte (HfMDK Frankfurt)
„Sehr berührend war der anfängliche Blickkontakt: Nach einer Weile begann etwas zu schmelzen in uns, und ich hatte das Gefühl, ganz tief in die Seele meines Gegenübers zu schauen. Unglaublich, was sich dort manchmal an Trauer, aber auch Frieden gefunden hat. Ich war erstaunt und glücklich darüber, wie wenig Aufmerksamkeit die technische Ausführung meiner Stücke in diesen Momenten auf sich zog. Ich war ganz bei der Kommunikation mit meinem Hörer und habe mich wieder stark verbunden gefühlt mit dem Grund, weshalb wir überhaupt musizieren. Die Konzerte haben mir als Musikerin viel Energie gegeben“

Anne Wiechmann-Milatz, Viola (Gewandhausorchester Leipzig)
„Die 1:1 Konzerte zu spielen erlebte ich als sehr berührend. Durch den schweigenden Beginn, der von einem tiefen Blickkontakt geprägt ist, dem man sich nicht entziehen kann und der eine sehr besondere Beziehung zwischen Spieler und Hörer entstehen läßt, entwickelt sich das Spielen des Stückes sehr spontan. Ich spielte mehrmals das Präludium aus der 1. Suite von Johann Sebastian Bach und mal sind wir glücklich lachend auseinander gegangen, mal ernst und nachdenklich und ein Mal haben wir uns beide weinend verabschiedet. Es ist für beide Seiten eine tolle Erfahrung, Musik zu erleben.“

Moritz Winker, Fagott (Bayerische Staatsoper München)
„Einer meiner Hörer hat geweint, ein anderer hat sich nachher in einem Brief bei mir bedankt. Sicher ist: Diese Konzerte lassen einen nicht kalt.“

Amy Norrington, Violoncello (Brüssel)
„Das 1:1-Erlebnis war für mich eine der intensivsten und tiefgreifendsten Performance-Erfahrungen überhaupt! Jede Person, die meine Höhle betrat (ich spielte in einem Weinkeller), brachte natürlich eine neue Atmosphäre und Persönlichkeit mit sich. Dadurch wurde mir die Bedeutung der Rolle des Publikums so bewusst. Es brachte mir näher oder erinnerte mich daran, wozu eine Aufführung dient, und dass wir als Musiker versuchen, die Menschen direkt zu erreichen, sie zu bewegen und durch die Musik an einem lebendigen, persönlichen Austausch teilhaben zu lassen. Ich und mein einziger Zuhörer waren auf der gleichen Ebene und gaben und nahmen zugleich. Ich kann es sowohl Musikern als auch Zuhörern wärmstens empfehlen! Einfach wunderbar!“

 

Gastgeber*innen

Imke Valentien, Galerie Valentien (Stuttgart)
“Es ist mir eine große Freude, als Gastgeberin in meiner Galerie einen Beitrag für notleidende Musiker leisten zu können. Die Zusammenarbeit mit dem 1:1 Team und die Organisation der Konzerte sind gut bedacht und wo Fragen offen sind, werde ich stets mit den notwendigen Informationen versorgt. Die Musik ist ein Geschenk für die Seele. In ihrer Synergie mit den Bildern meiner Ausstellung tragen sich Raum und Klang gegenseitig. Spannend wird nun die Ausbreitung des Konzeptes an anderen Spielorten, denn in einer Scheune, einer Fabrik, einem Privatraum finden wiederum andere Synergien statt, die dem gleichen Stück neuen Fokus geben können.”

Dagmar Streibl, Gastgeberin (Kloster Volkenroda)
„Neugierig und aufgeregt habe ich mich auf das Abenteuer als Gastgeberin für die spannende Begegnung zwischen Menschen und Musik bei einem 1to1 Concert eingelassen, ohne vorher etwas über Marina Abramovic gehört zu haben. Das Ergebnis war einfach grandios, traumhaft, berührend und emotional. Künstler, Gäste und mich machte es gleichermaßen besinnlich, sprachlos, ergriffen, nachdenklich, erstaunt, bedächtig, verwundert und dankbar.“

Andreas Siegmund, Gastgeber (Salon S, Berlin)
„Als Gastgeber und Vermittler durfte ich viele emotional bewegende Begegnungen erleben: intime Begegnungen zwischen zwei Menschen, die sich vorher nicht kannten und doch für einen Moment zu einer Einheit wurden. Begegnungen von Menschen mit Musik, wie sie sie noch nie erlebt hatten. Die Magie des Moments – so kurz er auch sein mag – wirkt sehr lange nach.“